Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

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Orgelmatt
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Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon Orgelmatt » So 4. Apr 2010, 00:26

Hi!
Ich hatte heute bei einem Live-Mitschnitt im Theater das Problem, daß das Signal des dort fest installierten Schoeps ORTF's incl. fest installierter Vorverstärkung zu stark für meinen rme Octamik war und ich, statt dessen (hochwertigen) Wandler zu nutzen, direkt in den Analog-in meines HD-24 gehen musste (ohne Aussteuerungsmöglichkeiten).
An den Potis des Octamic steht tatsächlich, daß die Minimal-Verstärkung (Poti linker Anschlag) 10 dB seien.
Bei einem Line-Signal sehr unpraktisch, wäre hier doch sogar ggf. eine Abschwächung sinnvoll...
Nun habe ich die Idee, in einen Adapter, den ich für diese (künftig wiederkehrende) Situation sowieso selbst zusammenlöten muß, einfach beim Anlöten einen Widerstand einzubauen. Denke ich da zu primitiv? Falls nein, welche Widerstands-Werte wären dann zu empfehlen für welche Dämpfungswerte (dB)?

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rosevalley
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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon rosevalley » So 4. Apr 2010, 02:47

Vielleicht denke ich gerade in eine völlig falsche Richtung, aber lässt sich das Problem vielleicht schon so lösen,
dass du am Octamic den Bezugspegel umschaltest? (+4dbU, -10dbV, High Gain?)

Viele Grüße, Fabian

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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon Evert » So 4. Apr 2010, 14:03

Nur 1 Widerstand bringt nicht viel, besser Du nimmst 3 Metallfilmwiderstände,
1 in Reihe mit Pins 2, 1 in Reihe mit Pins 3, und 1 am Ausgang zwisschen Pins 2 und 3.

Für die beiden Reihenwiderstände würde ich 2 kOhm nehmen, und der Widerstand
dazwisschen etwa 500 Ohm (499).
Zusammen mit der Eingangsimpedanz des Versterkers kommst Du dabei auf eine
Dämpfung von 20 dB oder mehr. (Hängt von der Eingangimp. ab)

MfG,

Evert

Orgelmatt
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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon Orgelmatt » So 4. Apr 2010, 18:17

rosevalley hat geschrieben:Vielleicht denke ich gerade in eine völlig falsche Richtung, aber lässt sich das Problem vielleicht schon so lösen,
dass du am Octamic den Bezugspegel umschaltest? (+4dbU, -10dbV, High Gain?)


Ich glaube nicht, daß das mein Problem gelöst hätte - meines Wissens beinflusst dieser Bezugswert-Wahlschalter nur die analogen Ausgänge und nicht das Signal, das in die Wandler geht. Oder liege etwa ich jetzt falsch??

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rosevalley
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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon rosevalley » So 4. Apr 2010, 19:06

Du hast Recht, ich habe gerade nochmal in der Bedienungsanleitung nachgesehen.
Die Umschaltung betrifft in der Tat nur die Line Level Outputs.

Viele Grüße, Fabian

Evert
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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon Evert » Mo 5. Apr 2010, 01:00

Mein Floppylaufwerk scheint nach dem Upgrade nicht mehr zu funktionieren,
also konnte ich kein Bild vom anderen PC auf dieser übertragen.
Jetzt habe ich ein Bildschirmfoto gemacht vom Schaltplan, und füge es hier ein.

Sieht jetzt nicht schön aus, das nächste Mal besser.

MfG,

Evert

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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon ebs » Mo 5. Apr 2010, 09:02

Eine kleine Anmerkung. Etwas fremd sieht diese Zeichnung des Spannungsteilers aus,
weil hier auf arabische Art von rechts nach links zu lesen ist.
Üblicher ist bei uns den Eingang links und den Ausgang rechts zu haben.
Sicher konnte ich den Spannungsteiler nach erstem Stutzen dennoch verstehen.
499 Ohm ist ein interessanter Ohmwert.
Im Leerlauf gibt das Ding eine Dämpfung von 19,1 dB.

Viele Grüße ebs

Evert
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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon Evert » Mo 5. Apr 2010, 10:53

Hallo Eberhard,

Ja, stimmt, re rechts nach links, ist eigentlich auch etwas komisch.
Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nichtmal warum es so gekommen ist.
Aaaaber.... zum Glück steht da noch ´ein´ und ´aus´ dazu.
Also hätte der Eingang auch unten sein können, und der Ausgang oben :-)

Naja, das nächste Mal wieder von links nach rechts.

Und die Dämpfung ist in solchen simpelen fällen immer abhängig von der
Eingangsimpedanz, deshalb muß dieser 499 Ohm so niedrig wie möglich
gewählt werden, damit der Einfluß vom Eingangsimpedanz möglichst klein
bleibt. Dagegen spricht wieder der Belastung vom Mikrofon.
Auch der sollte möglichst gering sein, deshalb sollten die Reihenwiderstände
so hochohmig wie möglich sein. Deshalb ist es immer ein Kompromis.

Übrigens, bei einer Eingangsimpedanz von 3 kOhm ergibt sich eine Dämpfung
von 20,3 dB. Eigentlich gar nicht so schlecht, nur 1,2 dB Differenz zwisschen
Leerlauf und belastet. Wo ein Leerlauf eigentlich kein Sinn hat, weil das Dämp-
fungsglied nur belastet benutzt werden kann :-)
Und bei einer Eingangsimpedanz von 4 kOhm ergibt sich ein Dämpfung von
20,014 dB.

Für 40 dB bitte den 499 Ohm ersetzen durch 40,2 Ohm
Leerlauf: 40,04 dB
Zin = 3 kOhm: 40,16 dB
Zin = 4 kOhm: 40,13 dB

Tschüß !

Evert

PS: Die Widerstandswerte kommen aus der E-96 - Reihe, 1 % Metallschicht.

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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon RainerG » Mo 5. Apr 2010, 14:54

Hallo Evert,


Das kann man so machen, aber:
wenn diese Situation noch oft vorkommt, laß Dir doch bei Haufe oder bei Pikatron zwei Übertrager bauen mit einer Untersetzung von 10:1. Dann "sieht" der 3-kOhm-Eingang eine Impedanz des Mikrofons von 2 Ohm (bei einem 200-Ohm-Mikrofon) und der Ausgang der dortigen Anlage "sieht" eine Quelle von 300 kOhm. Also für beide Seiten ideale Bedingungen. Und Du hast nie Probleme mit irgendwelchen Spannungsverschleppungen - Brummschleifen sind also ausgeschlossen.

Grüße
Rainer


P.S.: Anscheinend ist jetzt auch Ruhe mit den widerlichen Spam-Einträgen. Rosevalley und ich kamen schon gar nicht mehr mit dem löschen nach. Ich denke jetzt kann das Forum auch wieder sachlich laufen.

Evert
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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon Evert » Mo 5. Apr 2010, 16:04

SCHÖNE Lösung Rainer ! Echt, nur... im Vergleich zu 3 Widerständen Sauteuer ! :D
Aber es wäre die beste und schönste Lösung !

Tschüß !

Evert

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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon Evert » Do 15. Apr 2010, 12:09

Jetzt nochmal die Zeichnung auf NON-arabisch :-)
Und etwas netter.

Tschüß !

Evert
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Orgelmatt
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Re: Dämpfungs-Adapter im Selbstbau

Beitragvon Orgelmatt » Fr 22. Apr 2011, 10:47

RainerG hat geschrieben:Das kann man so machen, aber:
wenn diese Situation noch oft vorkommt, laß Dir doch bei Haufe oder bei Pikatron zwei Übertrager bauen mit einer Untersetzung von 10:1. Dann "sieht" der 3-kOhm-Eingang eine Impedanz des Mikrofons von 2 Ohm (bei einem 200-Ohm-Mikrofon) und der Ausgang der dortigen Anlage "sieht" eine Quelle von 300 kOhm. Also für beide Seiten ideale Bedingungen. Und Du hast nie Probleme mit irgendwelchen Spannungsverschleppungen - Brummschleifen sind also ausgeschlossen.


Und wie sieht dann der Schaltplan aus (Sorry ich bin wahrscheinlich zu blöde)? Pins 2 und 3 (Eingang) an die große Wicklung und entsprechend an der kleinen Wicklung 'raus, oder?
Klar ist das eine teuere Lösung und gegenüber den im Stecker verlöteten Widerständen auch eine umständlichere (da ein "Kästchen" notwendig wird). es sollte natürlich schon noch günstiger sein als das Wandler-Update für den HD24 :D

Vielen Dank jedenfalls @ alle für die qualifizierten Antworten!!


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