Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

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jan myck
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Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von jan myck » Fr 30. Jan 2009, 00:24

Hallo,
könnte mir jemand eine Empfehlung für einen 48V-12V T Konverter geben.
Es gibt da ein paar Geräte von denen ich aber nicht weiß, ob sie was taugen.
Möchte mein MKH T415 direkt an der Kamera mit 48V P betreiben, daher sollte das Teil so klein wie möglich sein.

Kann es sein, daß diese kleinen Konverter auch die Tonqualität verändern.
Daß sie absolut rauschfrei wären, behaupten alle - technische Daten gibt fast keiner an.
Einzigste Ausnahme: Peter Drefahl Audio, da soll das Teil mit der Kalbelmodifikation, die ich haben will aber über 200 EUR kosten. Hat jemand noch eine andere Empfehlung oder Warnung....

Danke,
Jan

http://www.pdrefahl.de/mic/ptk_manual_d.pdf
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 0282561064

Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

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pkautzsch
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Re: Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von pkautzsch » Fr 30. Jan 2009, 11:41

Die Schaltung eines solchen Adapters ist eigentlich recht simpel (so simpel, daß sogar ich sie zu verstehen glaube). Da mit dem Audiosignal ja nichts gemacht wird, sondern lediglich die 48 V ausgekoppelt, in 12 V umgewandelt, und diese wieder auf die Tonadern aufgeschaltet werden, sollte das Ganze in der Tat rauschfrei arbeiten. Im Signalweg sind zwei Elkos oder ein Übertrager - die Spannungsumwandlung geschieht unten rechts:
http://www.uneeda-audio.com/phantom/p48t122.jpg
http://www.uneeda-audio.com/phantom/p48t121.jpg

--> wer löten kann, ist klar im (Preis-)Vorteil.
Evert
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Re: Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von Evert » Fr 30. Jan 2009, 14:01

Entschuldige bitte, aber diese Schaltungen kannste vergessen!

Habe zwei davon gebaut, und eingebaut in einen XLR-Koppelstecker, aber...

SIE RAUSCHEN !!!

Warum, ist mir aber noch immer ein Rätsel.
Falsch aufbauen kann ein Elektroniker/Tontechniker das doch nicht, oder ?
OK, ein Fehler kann jeder machen, ist aber bei mir nicht passiert.

Ich habe auch ein MKH 415 und ein MKH 105 probiert an ein PMD 671.

Einfacher, aber etwas grösser: 10x AAA-Zellen, sind etwa 700 mAh, muß reichen für
100 Stunden dauerbetrieb.

MfG,

Evert
RainerG
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Re: Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von RainerG » Fr 30. Jan 2009, 17:43

Evert hat geschrieben:Entschuldige bitte, aber diese Schaltungen kannste vergessen!

Habe zwei davon gebaut, und eingebaut in einen XLR-Koppelstecker, aber...

SIE RAUSCHEN !!!

Warum, ist mir aber noch immer ein Rätsel.
Falsch aufbauen kann ein Elektroniker/Tontechniker das doch nicht, oder ?
OK, ein Fehler kann jeder machen, ist aber bei mir nicht passiert.


So ganz geheuer ist mir bei dieser Schaltung auch nicht - ich kann mir gut vorstellen, daß das Gebilde rauscht!
1. Die Widerstände sollten unbedingt Metallschichtwiderstände sein.
2. Die Rauschquelle ist mit Sicherheit die Zenerdiode, auch dann wenn sie mit einem Elko überbrückt ist. 100 µF erscheint mir ohnehin zu klein. Außerdem kann es - je nach Mikrofotyp - vorkommen, daß der entnehmbare Strom nicht ausreicht. Denn die Widerstände im Mischpult haben 6,8 kOhm, die in der Schaltung verwendeten 4,7 kOhm, ergibt als Gesamtinnenwiderstand der Phantomquelle 5,75 kOhm. Der entnehmbare Strom im Kurzschlußfall wäre dann 48V/5,75 kOhm = 8,35 mA! Im Normalfall wäre der entnehmbare Strom höchstens halb so groß, davon gehen noch ab der Querstrom für die Zenerdiode, sodaß der entnehmbare Maximalstrom höchstens 3 mA beträgt und das reicht für ein T-gespeistes Kondensatormikrofon nicht aus. Es ist klar, daß das dann rauscht, nicht nur wegen der Rauschspannung auf der Versorgung, sondern auch weil es zu wenig Versorgungsspannung bekommt.

Besser ist eine Schaltung mit einem Gleichspannungswandler, aber die wird nicht so ganz einfach wenn der Wirkungsgrad möglichst groß sein soll.


MfG
Rainer
NoKi
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Re: Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von NoKi » Fr 30. Jan 2009, 23:28

Hallo!
Ich kann die negativen Erfahrungen mit dieser Schaltung nicht nachvollziehen; bei meinen MKH406 funktioniert sie ausgezeichnet und ohne den Signal/Rauschabstand zu verschlechtern. Bei Quellwiderständen im kOhm-Bereich halte ich 100uF auch für mehr als ausreichend, um die Z-Diode zu filtern. Nebenbei ist natürlich der Verluststrom über die Diode sehr vom Strombedarf des Mikrofons abhängig: benötigt das Mikro viel, so muß entsprechend weniger über Diode fießen, damit sie die 12V stabilisieren kann. Wirklich begrenzen können den Strom nur die Widerstände, nämlich wenn schon das Mikro allein die Spannung auf 12V zieht. Dann fließt gar kein Strom mehr über die Diode.
Empfehlenswert ist es aber, parallel zu den Elkos (insbesondere bei welchen zweifelhafter Qualität) noch Folienkondensatoren parallel zu schalten.

Nils
jan myck
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Re: Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von jan myck » Sa 31. Jan 2009, 00:15

Also danke zunächst für Eure Antworten!
Das geht ja wieder technich richtig zur Sache. Das meiste verstehe ich nicht, finde es aber klasse wenn es immer gleich so detailliert wird bei euch, super.

Aber vertsanden habe ich: Im prinzip simpel, im Detail evtl. tückisch.(Rauschen)

Das mit den Batteriezellen (ich nehm 8x AA) mach ich schon seit Jahren an einer anderen Kamera die keine
48V-Inputs hat. Funktioniert bestens. Nur dachte ich mit der neuen Kamera, ist es natürlich ganz nett auf den Batteriepack verzichten zu können, wenn der Strom schon mal da ist.

Also ich denke, ich probier mal so ein käufliches Teil aus, warscheinlich das im E-Bay offerierte "Series 600",
aus dem Osten, schön klein und preiswert, immerhin Neutrik-Buchsen. Wenns nichts war, hab ich eben Pech gehabt...

thanks
Jan
Evert
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Re: Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von Evert » Sa 31. Jan 2009, 01:46

Genauso habe auch ich gedacht, wenn schon (nur) 48 V P zur Verfügung steht, dann (endlich) mal einen Konverter bauen.
Dann habe ich diese oben gezeigte Schaltungen gefunden, habe dann den Trafolose Version gewählt, weil ich es in ein
XLR Stecker/Buchse einbauen wollte, der dann als Zwischenstecker benutzt werden kann.

Benutzt sind Metallschichtwiderstände und ein Tantalelko über die Zenerdiode.

Hmmm.... plötzlich geht mir ein Licht auf, obwohl es mitten in der Nacht is....
Die Entkupplungskondensatoren.... die könnten leck sein, fliesst ein Gleichstrom.... => Rauschen ist da.
Wenn ich wieder Zeit habe, werde ich das mal probieren.

Was der abnehmbare Strom angeht: Es können tatsächlich gerade mal 6 mA fliessen.
Alle Widerstände addiert kommt man bei 12V auf etwa 6 mA, was der Stromverbrauch der MKHs entspricht.
Dabei fliesst dann also kein Strom mehr durch die Zenerdiode.

Einen Spannungswandler geht nicht, weil, wie gerade erklärt, kein Strom dafür da ist.
Die Phantomspannung reicht gerade für das Mikrofon. Einen Wandler braucht für sich selbst auch etwas zu essen.

Ich würde empfehlen vorläufig doch wieder eine Batteriebox zu benutzen. 10x AAA NiMh Zellen.
Bei 700 mAh ergibt das 100 Stunden Betriebszeit pro Ladung.

Heutzutage ist es leicht ist an z.B. 18 Volt zu kommen, mit ein Laptopwandler, um die Akkus im Auto aufladen zu können.
Zur Not, wenn keine Schnellladung erwartet wird, kann mit einen Reihenwiderstand der Ladestrom eingestellt werden.
Aber für weniger als 1,50 euro an Bauteilen, hat man eine richtige Stromquelle, und die ist doch viel besser für die Akkus,
als nur ein Widerstand.

Oder.... einen Wandler 12 => 230 V nehmen, hat man für alle Geräte eine Spannungsquelle, wofür die Ladern schon
vorhanden sind.

Leider: Die Batterieschaltung, und die 2 x 180 Ohm Widerstände, kann man für nur EIN Mikrofon gleichzeitig benutzen.
Oder ein Übersprechen in Kauf nehmen. Ich fand es schon so komisch, weil das Signal doch durch die Akkus und
zugeschaltetem Elko kurzgeschlossen wird....
Sennheiser hat auf Nachfrage dieses Übersprechen bestätigt :-(


MfG, und schönes Wochenende,

Evert
NoKi
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Re: Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von NoKi » Sa 31. Jan 2009, 10:55

Hallo!
Ja, das mit dem Übersprechen ist ein prinzipielles Tonaderspeisungsproblem. Ich habe ein original Sennheiser Speisegerät und da ist bis zur 230V Schiene alles mehrfach vorhanden :-)
Wie gesagt habe ich (nicht nur) was das Rauschen angeht zwischen meinen Selbstbauadaptern und der Originalspeisung keine Unterschiede feststellen können.
Meine Mikros laufen übrigens auch gut mit einer einfachen 9V Batterie (bzw. Akku) und 180 Ohm Speisewiderständen. Das ist zwar etwas außerhalb der Specs, sollte aber allenfalls den Maximalpegel beeinflussen. Vielleicht klappt es bei Euch ja auch.

Nils
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Re: Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von Evert » Sa 31. Jan 2009, 14:56

Hallo Nils,

an die `9`V Blöcke habe auch ich mehrfach gedacht. Wenn es nur 9 V wären.
Es ist nicht nur 75% der Sollspannung, die Nennspannung solche Akkus ist nur 8,4 Volt !
Da sind es nur noch 70%. Es gibt sie sogar mit nur 7,2 Volt !! ( 60% )
Mit etwas suchen bekommt man schon 250 mAh, aber wie gesagt, die Spannung ist zu niedrig.
2 in Reihe, und eine etwa 4 V Z-Diode dazu in Reihe ist auch etwas blöd. Abgesehen vom rauschen der Z-Diode.
Hmm.... suche diese 7,2 V Typen, und dann 2 in Reihe, das muß noch gehen ohne daß die Spannung zu hoch wird.
Aber, wenn Du kein Rauschproblem mit den Adaptern hast, erzähl uns doch bitte mal, wie Du das gemacht hast.

Meine erste Gedanke war 100 nF über die Reihenelkos zu probieren.

Und das Sennheisergerät, sind da auch 2 Trafos drinne ? Neenä ? Die hamm doch hoffentlich schon von Trafos
gehört mit 2 Wicklungen, oder ? :-)
Oder gibt es sogar DANN noch übersprechen ?

Wenn die AAA zu groß sind, es gibt kleinere Zellen, schau z.B. mal bei http://www.reichelt.de
Die haben eine große Auswahl an Akkus und Batterien.

Kannst Du Dein Schaltplan vom nicht rauschenden Adapter hier hineinstellen, oder mir mailen ?
e(punkt)drijver(at)yahoo(dot)com

MfG,

Evert
NoKi
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Re: Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von NoKi » Sa 31. Jan 2009, 16:29

Hallo Evert,
es war tatsächlich exakt die Schaltung im obigen Post. Benutzt habe ich Philips Elkos (unipolar), die ich dann später noch mit 1uF Kunststoffkondensatoren parallelgeschaltet habe. Alle Widerstände sind normale 1/4 W Metallfilm.
Verglichen habe ich den Rauschpegel mit angeschlossenen Mikros (nur dann fließen ja schließlich realistische Stöme): eines am Adapter, eines an der Sennheiserspeisung (die tatsächlich für jeden Kanal einen eigenen Trafo hat :-)). Dabei waren Rauschpegel und -spektrum subjektiv gleich. Soweit ich mich erinnere, wird die Spannung im Sennheiserteil auch mit Z-Dioden stabilisiert; optimierte ICs für den Zweck gab es damals ja auch noch nicht.
Zu den 9V Akkus kann ich nur sagen daß es bei den MKH406 wirklich gut über mehrere Stunden funktioniert (benutze ich manchmal unterwegs). Probier es doch einfach mal aus. Zum Testen habe ich einfach die beiden Widerstände und den Batterieclip direkt an den Stecker gelötet; 5 Minuten Arbeit...
Wenn Du der Sache mit der Unterspannung mißtraust, gibt es doch noch die 6 V Batterien im etwa halben AA Format für Fotoapparate.

Nils
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Re: Empfehlung gesucht 48V-12V T-Konverter

Beitrag von Evert » Sa 31. Jan 2009, 17:14

Stärker noch: Es gibt solche 12V Fotobatterien....
Aber... es soll doch bezahlbar bleiben :-) und Umweltfreundlich => Keine Batterien, sondern Akkus.
Deshalb will ich nur Akkus benutzen.
Aber erst probiere ich kommende Woche mal die parallele Kondensatoren über die Reihenelkos.
Ich brauchte nix zu vergleichen, es war wirklich einen Rauschgenerator.
Slechter als das habe ich nichtmal ein Spielzeug-Elektret-Mikrofon gesehen !

Habe extra diese Koppelsteckern etwas vergrößert, damit die Nanoplatine von wenigen mm² noch
hinein passte. Sehe Foto (wenn es gelingt hoch zu laden)

Tschüß!

Evert
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